Patentmanufaktur

Dienstleistungen für den gewerblichen Rechtsschutz

Gewerbliche Schutzrechte weiterhin gefragt

Pressemitteilung vom 14.03.2011

München.

Erfinder und Unternehmen vertrauen weiterhin auf die Dienstleistungen des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA). Das belegen die neu veröffentlichten Anmeldezahlen für gewerbliche Schutzrechte im Jahr 2010 beim DPMA.

"Die gewerblichen Schutzrechte sind in Deutschland weiter sehr gefragt" sagte Cornelia Rudloff-Schäffer, Präsidentin des Deutschen Patent- und Markenamts, am Montag in München. Besonders deutlich wird das beim Geschmacksmuster. Die angemeldeten Muster stiegen von 44 714 im Jahr 2009 auf 47 188 in 2010. Mit insgesamt über 74 000 Markenanmeldungen und über 59 000 Patentanmeldungen wurde das gute Jahresergebnis von 2009 auch im letzten Jahr wieder erreicht.

"Insgesamt liegt damit bei den Erfindungen erfreulicherweise eine sehr konstante Situation vor", hob Rudloff-Schäffer hervor. "Im internationalen Vergleich stehen deutsche Erfinder mit der Anzahl der innovativen Entwicklungen in der Spitzengruppe und in Europa hat Deutschland klar die Führung bei der Summe der angemeldeten Patente".


Im Einzelnen:

 

Patente


59 245 Erfindungen wurden im Jahr 2010 zum Patent angemeldet. Dies waren 338 Anmeldungen weniger als 2009, ein geringer Rückgang um 0,6 Prozent. 79,4 Prozent der Anmeldungen stammen von Anmeldern, die ihren Wohn- oder Firmensitz in Deutschland haben, 20,6 Prozent von Anmeldern mit Sitz im Ausland. Damit nahm der Anteil ausländischer Anmeldungen um 0,9 Prozent zu. Besonders viele Anmeldungen kamen dabei aus den USA (4 228; +15,9 Prozent) und aus der Republik Korea (684; +11,2 Prozent). Die Anmeldungen aus Japan gingen dagegen um 5,9 Prozent auf 2 970 zurück.

32 799 Patentprüfungsverfahren wurden im Jahr 2010 abgeschlossen. In 13 718 Verfahren (41,8 Prozent) wurden Patente erteilt. 8 430 Patentanmeldungen (25,7 Prozent) wurden nach der Prüfung zurückgewiesen, die restlichen 32,5 Prozent der Prüfungsverfahren wurden mangels Gebührenzahlung oder wegen Zurücknahme beendet. Insgesamt waren in Deutschland zum Jahresende 2010 knapp 526 000 Patente in Kraft.

Am innovativsten sind der Fahrzeug- und der Maschinenbau. Diese Branchen führen die Patentstatistik seit Jahren an.

Wie in den Vorjahren liegen Baden-Württemberg und Bayern im Bundesvergleich an der Spitze. Die meisten Anmeldungen stammen im Jahr 2010 erneut aus Baden-Württemberg (14 813; -4,6 Prozent), Bayern (12 969; +2,6 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (7 506; +1,3 Prozent), wobei Bayern den Abstand zu Baden-Württemberg deutlich verringern konnte.

Die Liste der 50 aktivsten Patentanmelder wird weiterhin mit großem Vorsprung von der Robert Bosch GmbH mit 3 477 Anmeldungen angeführt. Auf Platz 2 und 3 folgen die Daimler AG (1 917 Anmeldungen) und die Siemens AG (1 654 Anmeldungen).

 

Marken


Im Jahr 2010 wurden in Deutschland 69 072 Marken angemeldet. 48 794 Marken wurden im Markenregister eingetragen, somit im Schnitt 195 Marken pro Arbeitstag. Die Zahl der Anmeldungen blieb damit im Vergleich zum Jahr 2009 (69 069) gleich, während die Eintragungen um gut 2 Prozent zurückgingen (2009: 49 817).

Die meisten Markenanmeldungen, nämlich 14 772, stammen weiterhin aus Nordrhein-Westfalen. Am kreativsten ist Hamburg mit 198 Anmeldungen je 100 000 Einwohner.
Rund 774 000 nationale Marken sind beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragen.

 

Geschmacksmuster


Geschmacksmuster schützen das Design von Produkten. Die Zahl der angemeldeten Muster stieg im Jahr 2010 auf 47 188. Dies bedeutet ein Plus von 5,5 Prozent im Vergleich zu 2009 (44 714).

Insgesamt sind über 280 000 Geschmacksmuster beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragen.

 

Gebrauchsmuster

Bei den Gebrauchsmustern, die wie Patente technische Erfindungen schützen, gingen die Anmeldezahlen im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent zurück (17 005; 2009: 17 306).

Es sind 95 598 Gebrauchsmuster in Deutschland eingetragen.

 


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